SPECULUM MUNDI

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BASEL / 2017 / SPECULUM MUNDI / IIG / MASTERSTUDIO / INSTALLATION / RÄUMLICHE MATERIALISIERUNG EINER MEMBRAN ALS SCHNITTSTELLE ZWISCHEN DER DIGITALEN UND DER PHYSISCHEN WELT

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Speculum Mundi ist die räumliche Materialisierung einer Membran als Schnittstelle zwischen digitaler und physischer Welt.

Die Master-Thesis untersucht den Einfluss moderner elektronischer Medien auf den Menschen und damit die Wahrnehmung und körperliche Teilnahme im öffentlichen Raum. Speculum Mundi entfaltet sich als ortsspezifische Installation körperlicher Konditionierung, raumbildnerischer Erfahrung und freier Interpretation auf dem beschaulichen Martinskirchplatz in Basel.

Ein aussen wie innen verspiegelter Kubus, der sich in den Bereich der Möblierung des Platzes einschneidet und dabei teilweise im Erdreich verborgen bleibt, steht in Anlehnung an ein Voxel stellvertretend für die Metamorphose und Ambilvalenz elektronischer Medien in unserer Welt.

Die spiegelnde Hülle fungiert als entmaterialisiert anmutende Membran zwischen dem, was man in Umkehrung unserer Alltagserfahrung als analoges Jenseits und digitales Diesseits bezeichnen kann. Die Ausrichtung des Kubus, seine Drehung und Neigung auf dem Platz, ist – gegen die Erwartungen an eine Spiegelinstallation – so angelegt, dass kein Abbild einer besonderen Gegebenheit des Platzes erkennbar wird. Lediglich der Boden, der Himmel und ein Stück Mauerfläche werden gespiegelt.

Durch die Art und Weise wie der Kubus in den Platz eingeschoben ist, entstehen neben der Öffnung durch die Hebung der Bodenplatte an einer Ecke, zwei weitere Zugänge in die Installation, nämlich über den Einschnitt der Bank und der Laterne.

Alle Zugänge verlangen vom Besucher sich beim Eintritt in den Innenraum zu verdrehen, zu kriechen oder zu bücken. Nicht nur wird die Neugierde der Besucherinnen und Besucher herausgefordert, es wird auch ein Ritual geschaffen, das den Eintritt in eine andere Realität markiert.

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